September

Offene Ateliers

Samstag und Sonntag, 18. und 19. September 2010
Heike Bollig, Verónica Aguilera Carrasco, Sabine Boehl, Susanne Bürner, Nicky Coutts, Doreen Mende, Sara Rajaei und Hong Zhu
Öffnungszeiten: 14 bis 18 Uhr

Vortragsreihe "Mensch - Maschine"

Freitag, 24. September 2010, 19.30 Uhr
Maschinenträume – kann die moderne Hirnbildgebung unsere Gedanken und Träume lesen?
Dr. des. Martin Dresler


Der Boom der Neurowissenschaften in den vergangenen zwei Jahrzehnten ist nicht zuletzt den verwendeten Maschinen zu verdanken: Hirnscanner ermöglichen den Blick in das arbeitende Gehirn – und damit in unser mentales Innenleben. Diese Techniken haben sich gleichermaßen in der neurowissenschaftlichen Grundlagenforschung wie in der klinischen Anwendung als äußerst fruchtbar erwiesen, wecken jedoch mitunter auch Ängste: Können unsere Gedanken, Absichten und Träume durch die Hirnbildgebung ausgelesen werden? Mit dem Schlagwort „Brain Reading“ werden Ansätze bezeichnet, die aus den neuronalen Prozessen einer Person auf ihre Gedankeninhalte schließen. Während im Wachzustand bereits verschiedene Wahrnehmungen, Vorstellungen, Erinnerungen und Absichten ausgelesen werden konnten, beginnen einige Studien derzeit, konkrete Trauminhalte schlafender Probanden mit Hilfe der Magnetresonanztomographie zu untersuchen. Der Vortrag stellt aktuelle Studien zum Auslesen mentaler Gehalte aus der Hirnaktivität vor und legt seinen Schwerpunkt dabei auf die Möglichkeiten und Grenzen der Hirnbildgebung von Trauminhalten.


Dr. des. Martin Dresler studierte (Bio-)Psychologie, Philosophie und Mathematik in Bochum und München und promovierte in München und Marburg über schlafassoziierte Gedächtnisprozesse. 2010 erhielt er den Barbara-Wengeler-Preis für die Vernetzung von Philosophie und Neurowissenschaften. Derzeit forscht er am Max-Planck-Institut für Psychiatrie über neuronale Prozesse des Lernens, Schlafens und Träumens.

Ausstellung von Michael Post und Heiner Thie

Mittwoch, den 22. September 2010
Ausstellungseröffnung wallpieces und Projekte für den öffentlichen Raum von Michael Post und Heiner Thiel in der Landesvertretung Rheinland-Pfalz in Berlin.

Die mit dem kunsthistorischen Begriff der „wallpieces“ bezeichneten freien Arbeiten werden im Foyer der Landesvertretung gezeigt: die raumgreifenden Farbflächen der gekrümmten, eloxierten Wandstücke aus Aluminium von Heiner Thiel, wie auch die mit Acrylfarben bemalten Objekte aus MDF von Michael Post, verändern ihre visuelle Präsenz je nach Position des bewegungsfreudigen Betrachters. Sich verschiebende Perspektiven, unterschiedliche Lichtverhältnisse und Schattenwirkungen bestimmen das „Spiel mit den Dimensionen“.

Heiner Thiel und Michael Post sind beide ehemalige Balmoral Stipendiaten und arbeiten im Kontext von öffentlichen Aufträgen und Wettbewerben seit vielen Jahren zusammen. Sie werden in einem zweiten Teil der Ausstellung Fotodokumentationen von Projekten vorstellen, die für den öffentlichen Raum konzipiert und teilweise auch realisiert wurden. Einige dieser Beispiele zeigen ihre Verbundenheit mit dem Land Rheinland-Pfalz.

Die beiden Künstler verstehen ihre angewandten Projekte als Chance, die durch ihre freien Arbeiten gewonnenen künstlerischen Erkenntnisse auf der Basis der Erfahrung und Sichtbarmachung von Wahrnehmungsvorgängen auch in zweckbestimmten Zusammenhängen so einzubringen, dass von einer sinnstiftenden Ästhetik gesprochen werden kann. Ihr Plädoyer für ein denkendes Sehen und sehendes Denken zeigen sie in prägnanten Beispielen: unter anderem mit dem Projekt alte Wappen in neuem Licht – von den beiden Künstlern modernisierte Wappen der Landkreise und kreisfreien Städte von Rheinland-Pfalz im Wappensaal des Landtags in Mainz – sowie dort auch im „Salle d’Amitié“ die Wappen der Partnerregionen und Partnerstädte von Rheinland-Pfalz. Ein weiteres Beispiel ist ihr Kunst-am-Bau-Auftrag Politeia für das Foyer des Polizeipräsidium Kaiserslautern.

Vom 23. September bis zum 10. Oktober 2010 zu sehen in der

Vertretung des Landes Rheinland-Pfalz beim Bund
In den Ministergärten 6
10117 Berlin

Zur Ausstellung erscheint ein Katalog.


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