Burgund

Ecole Nationale Supérieure d'Art de Dijon (ENSA)

3 rue Michelet
F-21000 Dijon
Telefon: +33 3 80 30 21 27
www.ensa-dijon.fr


Aufgaben und Ziele
Im Zuge des seit 1980 bestehenden Künstleraustauschs zwischen dem Land Rheinland-Pfalz und der Partnerregion Burgund wird einer bildenden Künstlerin bzw. einem bildenden Künstler aus Rheinland-Pfalz ein dreimonatiger Aufenthalt in der Partnerregion geboten. Das Ziel des Stipendiums ist es, dem/der Stipendiat/in die Möglichkeit zu geben, im kulturellen Ambiente der Region Burgund Inspirationen für das eigene Schaffen zu finden.

Seit 2009 findet der Austausch mit der École Nationale Supérieure d'Art in Dijon statt.

Die Kunsthochschule von Dijon
Die Kunsthochschule von Dijon ist die älteste der sieben französischen staatlichen Kunsthochschulen der Region. Sie befindet sich im Zentrum der Burgunder Hauptstadt und wurde 1765 von dem Maler François Devosge zunächst als Zeichenatelier (das sich im heutigen Kunstmuseum befindet) gegründet. Sie etablierte sich im Laufe der kommenden Jahrhunderte, überstand die Wirren der französischen Revolution und der beiden Weltkriege, und passte ihre pädagogischen Ziele und Inhalte immer wieder den neuen Bedürfnissen einer sich wandelnden Gesellschaft an. Ursprünglich nur auf Zeichenpraktiken ausgerichtet, kamen dann weitere Kunstpraktiken, wie die Bildhauerei, die Malerei und schließlich die Architektur hinzu. Anfang des 20. Jahrhunderts wurden industrielle Techniken der angewandten Kunst ins Programm aufgenommen und bildeten einen Ausbildungsschwerpunkt. Die staatliche Kunsthochschule hat zahlreiche Künstler und Architekten hervorgebracht, deren Werke das Kulturerbe der Region bereichert haben. Von den zeitgenössischen international anerkannten Künstlern haben nicht wenige an dieser Schule ihr Studium absolviert.

Die Stadt Dijon
Dijon befindet sich ca. 300 km südwestlich von Paris (1:40 h mit dem TGV), 190 km von Genf und 200 km von Lyon. Mit 155.000 Einwohnern belegt Dijon den 18. Rang der französischen Großstädte. Die Stadt hat aufgrund ihrer historischen Bedeutung ein reiches Kulturerbe vorzuweisen, vor allem auf dem Gebiet der Architektur (Dijon war die Hauptstadt der Herzöge von Burgund) und wartet mit einem reichen Angebot an Museen und kulturellen Institutionen auf, wie beispielsweise dem Musée des Beaux-arts, dem Consortium, dem Fond regional d'Art contemporain und den Galerien "Interface" und "VVV". Die kulturelle Vielfalt und die gastronomische Tradition ziehen viele Touristen nach Dijon; die Einkaufsmöglichkeiten sind sehr gut. Zudem ist Dijon eine Universitätsstadt mit einem Campus von 30.000 Studenten und Standort verschiedener Industrien, vor allem auf dem Dienstleistungssektor.

Voraussetzungen
Das Burgund Stipendium richtet sich an Bildende Künstlerinnen und Künstler verschiedenen Alters aus den Disziplinen Malerei, Plastik, Installation, Zeichnung, Grafik, Design, Fotografie, Video sowie Neue Medien und Landschaftskunst. Das Stipendium richtet sich an Künstler/innen, die am Beginn ihrer Karriere stehen und eine ernsthafte künstlerische Tätigkeit nachweisen können.

Bewerber/innen müssen ein abgeschlossenes künstlerisches Studium (M.F.A.) und eine daran anschließende künstlerische Tätigkeit von mindestens einem Jahr bis zum bis zum Zeitpunkt des Stipendienantritts nachweisen. Bewerbungen von Autodidakten, die sich durch besondere künstlerische Leistungen auszeichnen und dies durch Ausstellungen und Preise belegen können, sind möglich.

Französische Sprachkenntnisse sind ausdrücklich erwünscht, um einen künstlerischen Dialog mit dem Zentrum für Gegenwartskunst, seinen Gästen und der Bevölkerung etablieren zu können. Ansonsten sind Kenntnisse in der englischen Sprache unabdingbar.

Es werden nur Bewerbungen von Rheinland-Pfälzerinnen und Rheinland-Pfälzern zugelassen. Als Rheinland-Pfälzer gilt, wer hier geboren ist, studiert hat oder gelebt hat bzw. lebt.

Leistungen und Bedingungen
Der/die Stipendiat/in erhält ein Stipendium von 1.200 Euro monatlich. Reisekosten in Höhe von maximal 200 Euro für Hin- und Rückfahrt werden übernommen.

Das Stipendium läuft im jährlichen Turnus vom 15. September bis 15. Dezember.

Dem/der Stipendiatin wird ein Wohnstudio mit einem Atelier, einem Wohn/Schlafraum sowie einem Bad mit WC zur Verfügung gestellt. Das Studio ist in der Regel für eine Person ausgerichtet, es befindet sich im Garten der Hochschule. Der/die Stipendiat/in kann im Rahmen seiner/ihrer Arbeit die Werkstätten der Hochschule für Metall, Holz, Fotografie, Siebdruck, usw. sowie das Publikations-Zentrum nutzen. Er/sie teilt diese Einrichtungen mit den Studierenden. Es besteht des Weiteren Zugang zur Bibliothek mit 25.000 Titeln sowie zu Computerarbeitsplätzen, die den Studierenden zur Verfügung gestellt werden. Das Mitbringen von Haustieren ist nicht möglich.

Das Burgund-Stipendium ist ein Anwesenheitsstipendium. Es wird vorausgesetzt, dass die Gäste mindestens zwei Drittel ihres Stipendiums in Dijon verbringen.

Der/der Stipendiat/in verpflichtet sich, am Ende des Stipendiums seine/ihre künstlerische Arbeit in Dijon vorzustellen.

Der/die Stipendiat/in wird gebeten, nach Abschluss des Aufenthaltes einen schriftlichen Bericht über den Aufenthalt an der Partnerinstitution zu verfassen.

Auswahlverfahren
Bewerber senden ihre Unterlagen an das Künstlerhaus Schloß Balmoral.
Die Vorauswahl der Stipendiaten erfolgt nach folgenden Kriterien:
- künstlerischer Wert
- Potential der künstlerischen Entfaltung
- Eignung der künstlerischen Arbeit im Verhältnis zum angebotenen Programm der Partnerinstitution

Die Juroren wählen nach qualitativen Gesichtspunkten anhand von Arbeitsproben aus, die von den Bewerbern einzureichen sind. Künstlerische Auflagen bestehen nicht.

Bewerbung
Für jedes Stipendium steht im Bewerbungszeitraum ein Bewerbungsformular zum Download bereit. Dieses muss ausgefüllt der Bewerbung beiliegen.
Weitere Hinweise zur Bewerbung finden Sie hier.


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