TrAIN Gaststipendiaten in Balmoral 12.03.2008

BALMORAL MELDET

Wir freuen uns Ihnen mitzuteilen, dass das Künstlerhaus Schloß Balmoral im Zuge des letztjährigen Austauschs mit dem TrAIN Programm des Chelsea College in London drei Gastkünstler empfängt, die hier spezifische Kunstprojekte realisieren bzw. ausarbeiten werden.

Die drei Künstler, die sich im letzten Stadium ihres PhD-Studiums befinden, sind Eva Bensasson, Nico Rocha und J. Milo Taylor.
Die Auswahl der eingegangenen Bewerbungen wurde von Sigune Hamann, (Austauschstipendiatin in 2007) mit den Professoren der befreundeten Universitäten getroffen.

Die Ergebnisse ihrer Arbeit werden die Künstler am Ende ihres einmonatigen Aufenthaltes im Rahmen der Offenen Ateliers am Wochenende vom 5. bis 6. April geplant.
Künstler der Region sind besonders aufgefordert, mit unseren Gästen ins Gespräch zu treten.

Eva Bensasson ist Fotografin. Ihr Werk wurde bereits in internationalen Galerien wie der Galeria Moriarty, Madrid, ausgestellt. Das Ziel ihrer Forschungsarbeiten ist die Entwicklung einer praxisorientierten Kritik der Beziehung zwischen fotografischen Darstellungen der Stadt und dem „kollektiven Gedächtnis“. Als Ausgangspunkt nutzt sie die Architektur von innerstädtischen Plätzen; so auch in Bad Ems: Anhand von Foto-Portraits des Platzes der Partnerschaften wird sie dokumentieren, wie der Platz physisch erlebt wird, und zwar in Bezug auf die Internationalität des 17., 18. und 19. Jahrhunderts und die aristokratischen Gemeinschaften, die Bad Ems zu ihrer Heimat machten und die man heute noch nachspüren kann. Mehr...

Nico Rocha ist Bildhauer. Der in Brasilien geborene Künstler entwickelt leicht und organisch anmutende, raumgreifende Skulpturen aus Drahtgeflechten, die er beispielsweise in der Galleria Schubert in Mailand oder auf den Internationalen Messen in Miami und Brüssel zeigte.
Für ihn stellt der Aufenthalt in Bad Ems die Möglichkeit und die Herausforderung, seine Arbeiten im Spannungsfeld zwischen den internen Regeln des Werks und des Dialogs mit der externen physischen Umgebung und den Umweltbedingungen weiterzuentwickeln. Mehr...

J. Milo Taylor ist Soundkünstler. Die Tonkunst ist für ihn ein wertvolles Mittel, das besondere Klangprofil einer bestimmten Umgebung einzufangen und auszuloten.
Viele seiner früheren Projekte haben ihn nach China, Kanada, Marokko, Serbien und Bulgarien geführt. Er hatte bereits Ausstellungen im Tula Centre for Contemporary Art, Russland, und er war auf der 1. Athener Biennale vertreten.
In Bad Ems wird er eine Bestandsaufnahme der Wassergeräusche in Bad Ems machen, die die Basis einer Tonperformance bzw. –installation sein wird. Aus diesem Fundus wiederum können visuelle Werke (digitale Fotografien) entstehen. Mehr...


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