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BALMORAL MELDET
Wir geben bekannt und bitten um Veröffentlichung:
Mittwoch, 26. November 2008 um 19.30 Uhr Filmvorführung (englisch) Le voyage d'Yves Klein, Marseille, 2006 Uraufführung in Deutschland Didier Morin, Balmoral Stipendiat 2004
Didier Morins Film Le voyage d'Yves Klein ist aus der siebenjährigen Beschäftigung des Künstlers mit der Biographie von Yves Klein entstanden. Er hat recherchiert, an welche Orte Yves Klein gereist ist, wo genau er gewohnt, gearbeitet, ausgestellt oder gelernt und gelehrt hat. Morin ist sozusagen Yves Klein nachgereist und hat dieselben Orte besucht und aus seiner Perspektive im heutigen Zustand gefilmt und fotografiert. So kommt es zu einer Zusammenwirkung des in einem Abstand von ca. 40 Jahren Erlebten. Morin nennt diese Reisen - eine andere ist Jean Genet gewidmet - Geocities. Es sind Orte, die bestimmte Abschnitte des Lebens von Yves Klein in sich tragen. Seine Persönlichkeit wurde einst durch sie geprägt; sein Wirken hat Spuren hinterlassen. Heute sind sie es, die im Film von Dider Morin Yves Klein in sehr lebendiger und natürlich auch sehr subjektiver Form zum Leben erwecken. Le voyage d'Yves Klein ist kein Dokumentarfilm, auch wenn Morin sich strikt an historische Fakten hält. Es ist vielmehr die Begegnung zweier Künstler, aus der sich letztendlich sowohl die künstlerische Geste von Yves Klein als auch jene von Didier Morin erahnen lassen. Der Film wurde während der Retrospektive von Yves Klein im Centre Pompidou 2006 uraufgeführt. Es existieren eine französische Version mit seiner eigenen Stimme und eine englische von Diego Castro gesprochene. In Balmoral werden wir die englische Fassung vorstellen.
Zur Präsentation ist der Künstler anwesend.
Biographische Daten: Didier Morin ist 1956 in Tours geboren. Er ist Autodidakt, befasst sich eingehend mit Philosophie. Von seiner ursprünglichen Intention Schriftsteller zu werden, wird später die Herausgabe der von ihm konzipierten Zeitschrift Mettray zeugen. Diese erscheint 10 Mal und beinhaltet Beiträge von Menschen, denen Didier Morin begegnet ist und die ihn berührt haben: Künstler, Philosphen, Kritiker, Freunde, Transvestiten usw. Jedes Heft ist einem besonderen Thema gewidmet und als Ganzes gibt die Zeitschrift indirekt wieder Aufschluss über das künstlerische Ansinnen von Didier Morin. Morin arbeitet in Zyklen, die sich über Jahre erstrecken. Einer der Zyklen ist Carnac/Bretagne mit seinen 1075 Megalithsteinen gewidmet und wurde im 1996 im Ludwig Museum in Koblenz gezeigt; ein anderer befasst sich mit Jean Genet. 2003 war Didier Morin Gaststipendiat in Balmoral. Er unterrichtet an der Ecole supérieure des Beaux-Arts de Marseille.
Auf Ihren Besuch freuen wir uns und verbleiben
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