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PLAYmobil Ingeborg Lockemann • Martine Locatelli • Renate Wolff Freitag, 15. September 2006 um 19.30 Uhr im Künstlerhaus Schloß Balmoral
Zur Eröffnung sprechen Dr. Danièle Perrier, geschäftsführende künstlerische Leiterin des Künstlerhauses, und Junior-Professorin Dr. Alexandra Karentzos, Universität Trier.
Die drei vorgestellten Künstlerinnen Ingeborg Lockemann, Martine Locatelli und Renate Wolff zeigen am Ende Ihres Stipendiums das Ergebnis ihrer Arbeiten, die zum Teil im Künstlerhaus Schloß Balmoral produziert wurden.
Ingeborg Lockemann, die bereits 2001 Stipendiatin in Balmoral war, befasst sich mit verborgenen Seiten des Alltäglichen im urbanen Raum. Sie beschäftigt sich mit Gegenständen, die in der heutigen schnelllebigen Zeit leicht übersehen werden. In ihrer Arbeit stellt sie dabei zeitliche und interkulturelle Transfers her, indem sie beispielsweise eine antike afrikanische Holzfigur auf eine Reise durch das heutige Berlin entführt. Die Erfahrungen und Sichtweisen, die die Künstlerin im Rahmen eines DAAD-Stipendiums in Nigeria gewinnen konnte, kommen auch in der im Balmoral ausgestellten Videoarbeit “Dienstfahrten” zum Tragen. Diese handelt von der Nutzungsgeschichte aus Deutschland stammender ausrangierter Kleinbusse, die in Accra, Ghanas Hauptstadt, als öffentliche Verkehrsmittel eingesetzt werden.
Die Französin Martine Locatelli widmet sich der Fotografie. Die aus Burgund stammende Künstlerin, die bereits mehrere Stipendienaufenthalte in Italien und Japan hatte, stellt das Verhältnis von Menschen zueinander und ihrer Umwelt in den Mittelpunkt ihres Werkes. Dadurch, dass ihre Fotografien weitgehend inszeniert werden, wohnt Locatellis Arbeiten etwas Utopisches inne; sie präsentiert Motive wie japanische Gärten oder das französische Schloss Azay-le-Rideau als Orte, denen etwas Paradieshaftes oder Unwirkliches anhaftet. Ihre in Bad Ems geschossenen Fotos will sie als “Etappe”, als Zwischenstation verstanden wissen. Sie zeigen Landschaften und Villen der Kurstadt, aber auch Sonnenuntergänge, die in ihrer Serialität und unterschiedlicher Farbigkeit zu einer meditativen Betrachtung einladen.
Renate Wolff befasst sich mit Strukturen von Räumen und Architektur. In ihren raumgreifenden abstrakten Wandmalereien spielt die mehrfach durch Stipendien (verschiedene Aufenthalte in New York) ausgezeichnete Künstlerin mit architektonischen Grundmustern und setzt sie mittels der Farbe in Bewegung. Das Ziel dabei ist, den “Klang” des Raumes sichtbar zu machen, seine verborgene geistige Gestalt zu visualisieren. Im Künstlerhaus Schloß Balmoral wird Wolff Teile des Obergeschosses ausgestalten und den jeweiligen Raum mit der ihn umgebenden Natur sowie mit architektonischen Elementen des Künstlerhauses in Beziehung setzen.
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Einladungskarte "PLAYmobil"
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