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Juli 2005 |
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Stefan Thiel zeigt Märchenwelt |
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BAD EMS. "Ich liebe meine Galeristin" - unter dieses Thema hat Stefan Thiel, Balmoral-Stipendiat 2004, seinen Beitrag gestellt. Er wird am Mittwoch, 27. Juli, im Künstlerhaus Schloss Balmoral zu Gast sein. Im Rahmen der Serie "Kunst live" stellt der Berliner Künstler sein Werk vor, lässt die Anwesenden eintauchen in seine Welt - eine Märchenwelt, erschaffen in der Technik des "Cut-out" (auf Deutsch: Ausschneiden), artverwandt mit dem Scherenschnitt. Beginn der Veranstaltung ist um 19.30 Uhr.
Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 19.07.2005, Seite 21.
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Ein Spielzeug in der Metropole |
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Projekt "Porte de Berlin" von "Mo Magic" ist im Balmoral zu sehen
BAD EMS. Ein Video künstlerischen Typs ist momentan im Künstlerhaus Schloss Balmoral in Bad Ems zu sehen. Es handelt sich um Aufnahmen von Matthias Meyer alias "Mo Magic", die während seines dreimonatigen Stipendiums und durch die Unterstützung der Stiftung "Rheinland-Pfalz für Kultur" entstanden sind. Mit Hilfe seiner Frau und eines Assistenten drehte er den Film "Porte de Berlin", der ein ferngesteuertes Auto zeigt, das in die Straßen von Paris und Berlin eintaucht und am täglichen Verkehr der Großstädte teilnimmt. Dass diese Arbeit nun in der Kurstadt ausgestellt wird, freut den freischaffenden Künstler sehr: "Ich bin in Rheinland-Pfalz geboren, genauer gesagt in Worms. Und selbst wenn ich mittlerweile in Berlin lebe, ist und bleibt diese Stadt für mich eine Basisstation. Außerdem hört man sehr viel vom Künstlerhaus Schloss Balmoral. Also wollte ich es auch kennen lernen." Die Idee des Projektes erklärt der Künstler, der sowohl inter- als auch national tätig ist, folgendermaßen: "Begonnen hat diese Videoarbeit erstmalig 1997 in New York. Dort entstand die erste Produktion jener Form. Sie ist bereits veröffentlicht. Zu dem jetzigen gibt es allerdings einen Unterschied: "Damals fuhren mehrere Wagen in einer Stadt, dieses Mal ist es umgekehrt: ein Wagen und mehrere Städte." Das Video an sich ähnelt verschiedenen Film-Intros wie dem von "Die Straßen von San Francisco" oder von "Shaft". Die Aufnahmen sind mit Musik, Soul und Funk aus den 70er Jahren, unterlegt und wirken sehr dynamisch. Das Auto tänzelt nahezu zu der Musik des Films. "Wir wollten weg vom Statischen und aus der Sicht des Urbanen drehen. Der Verkehr in den beiden Städten ist groß und hektisch. Genau das musste auch das Gefilmte wiedergeben." Spiel mit der Perspektive Neben der musikalischen Unterstützung fällt auf, dass der Künstler im Videodreh mit der Perspektive spielerisch umgeht. So ist das Auto von unten, von oben oder seitlich aufgenommen, allerdings jeweils so konzipiert, dass es genauso groß erscheint, wie alle anderen realen Fahrzeuge auf der Straße. "Das Spielzeugauto ist umgebaut, so dass es an sich schon größer ist als gewöhnliche ferngesteuerte Modelle. Die Verkleidung, Schaumstoff und Kunstleder, ist von mir selbst gebaut und farblich gestaltet. Zu dieser optischen Vergrößerung bewirkt die Kameraeinstellung, dass das Auto wirklich so aussieht, als ob es die normalen Maße eines Pkw besäße", beschreibt der 38-Jährige sein Gefährt. Und tatsächlich, bei der Betrachtung des Videos fällt nicht auf, dass das Auto normalerweise ein Spielzeugmodell ist. Auf die beiden Städte, Paris und Berlin, kam der freischaffende Künstler aufgrund ihres immensen Verkehrs. "Aus urbaner Sicht toppt Paris Berlin natürlich. Metaphorisch könnte unsere Hauptstadt Berlin ein Vorort von Paris sein. Aber dennoch waren beide Städte für den Dreh geeignet. Nun, der Name "Porte de Berlin" steht für die Ein- und Ausgangsstellen der Städte, die Knotenpunkte." Das Fortführen des Projektes nach New York "97 zeigt durchaus, dass die Kombination aus Pop- und Straßenkunst erfolgreich sein kann. Matthias Meyer hofft, dass die Videos nicht nur in den Staaten oder in Deutschland Anklang finden, sondern auch Länder wie Asien diese Art von Kunst wahrnehmen. Zu sehen sind seine fotografischen Aufnahmen, das Automodell sowie das Video bis zum 10. Juli im Künstlerhaus Schloss Balmoral in Bad Ems. (jm/nr)
Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 06.07.2005, Seite 21.
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"Tod in Teheran" erschütterte Gäste |
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Filmabend: Besucher diskutierten mit Regisseur
BAD EMS. Einen ergreifenden wie erschütternden Film erlebten zahlreiche Besucher im Künstlerhaus Schloss Balmoral im Rahmen der Veranstaltungsreihe "Kunst live": Die Aufführung von "Tod in Teheran - Auftragsmord im Namen Gottes". Der besondere Wert der Veranstaltung: Die Anwesenheit des Regisseurs Thomas Giefer, der Künstlerin Parastou Forouhar sowie das anschließend mit ihnen geführte Gespräch. "Der Film ist das Kunstwerk" hatte zuvor Geschäftsführerin Danièle Perrier erklärt und die "Kunst live"- Idee als Kontakt, als Gespräch mit Künstlern erläutert. Staatssekretär Roland Härtel stellte die Künstlerin Parastou Forouhar vor, die seit 1991 in Deutschland lebt und deren Eltern 1998 in Teheran ermordet wurden. Mit ihr Thomas Giefer als Autor filmischer Auslandsberichte und Buchautor, der diesen Mord zum Thema seines Films machte. Im Anschluss wird der Regisseur die schon erwähnte Entstehungsgeschichte seines Werks "Tod in Teheran" selbst schildern. Kurz vor ihrer Ermordung hatte er die iranischen Oppositionspolitiker, das Ehepaar Paravneh und Dariush Forouhar, interviewt. Es ist eine zutiefst menschliche Perspektive, wie der Film die Ereignisse sieht. Zunächst gilt seine ganze Empathie der Tochter der Ermordeten in ihrer fast ausweglosen Verzweiflung. Doch findet sie Worte für ihren Schmerz und ihre Wut. Worte in unserer Sprache - Parastou Forouhar spricht deutsch. Dann sieht man sie Briefe schreiben. Briefe an humanitäre Organisationen, mit denen sie das Verbrechen weltöffentlich macht. Der Film zeigt das politische Engagement der Forouhars, lässt sie selbst sprechen, die Freunde, die Tochter: Eine Welt, in die wie aus heiterem Himmel der Mord einschlägt, der das Leben der Eltern auslöscht und das Leben der Tochter radikal verändert. Nein, sie trete nicht in die politische Spur ihrer Eltern, sagt Parastou Forouhar, sie folge ihrem Weg als Künstlerin und habe das schreckliche Geschehen überwunden. Man glaubt es gern, indem man erlebt, wie unbeschwert sie lachen kann. Karl Haxel
Rhein-Lahn-Zeitung - Ausgabe Bad Ems, Lahnstein vom 05.07.2005, Seite 20
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August 2005 Mai 2005
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