Petra Warrass

Vita

1970 geboren in Birkenfeld, Rheinland-Pfalz
Nationalität Deutsch

1996–2002 Studium der Visuellen Kommunikation, FH Dortmund
1999-2001 Studium der Fotografie, Gerrit Rietveld Academie Amsterdam
2004 Meisterschülerin, HGB Leipzig

lebt und arbeitet in Düsseldorf
Kategorie: Fotografie, Video
Mail: petrawarrass@aol.com


Preise, Stipendien

1999 Kodak Nachwuchs Förderpreis 2000/2
1999-2000 Jahresstipendium des DAAD für die Niederlande
2002 Aufenthalt an der Tsinghua University Academy of Arts & Design in Peking unterstützt vom DAAD
2003 start, Förderpreis Nachwuchskünstler der Kulturstiftung der Kreissparkasse Steinfurt (K)
2004 Cité Internationale des Arts, Paris


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Einzelausstellungen

2004 Da sitz ich so, ganz harmlos, Friedrich-Hundt-Gesellschaft, Stadtmuseum Münster E


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Gruppenausstellungen

1999 Mysteriös, Fotogalerie Wien, AU G
1999 Gesundheit, Kunsthaus Essen und HBK Braunschweig K G
2001 volklore, von ã volksware, Galerie Fanclub in Amsterdam K G
2001 Beeing in Beijing, Tsinghua University, Beijing/China G
2001 in figura, Westdeutscher Künstlerbund, Flottmann-Hallen, Herne K G
2004 Scatto, Gesellschaft der Freunde junger Kunst e.V., Baden-Baden G
2004 Da sitz ich so..., Städtische Galerie Remscheid, Remscheid
2005 Triple saut sur place, Galerie Royal, München G


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Kurzbeschreibung

Die irritierende Wirkung von Handlungen, die den Kontext verlassen, in dem sie entstanden sind, ist zentrales Thema in den Arbeiten von Petra Warrass. Der Titel der Werkgruppe "Out of Area" ist somit zugleich Programm und Hinweis. Es handelt sich hier um eine sechsteilige Fotoreihe und einen zu diesem Zyklus gehörender vierminütiger Film. Gezeigt werden junge Männer, die im urbanen Umfeld grotesk erscheinende Positionen einnehmen, zum Beispiel sich das Hemd hochziehen und den Oberkörper entblößen oder, sich aufeinander fallen lassend, ein Knäuel menschlicher Leiber formen. Wie schockgefroren erscheinen die Momentaufnahmen, in die man auf den ersten Blick hineingezogen wird, um dann gleichsam in einen zeitlosen Schwebezustand zu geraten, der nicht auflösbar ist, da man nicht weiß, was Ursache und Konsequenz dieser Situationen ist. Die Haltungen und Handlungen vollziehen sich dabei in einer seltsamen Selbstverständlichkeit. Die Akteure agieren nicht provokativ, rebellieren nicht gegen übliche Verhaltensnormen, sondern handeln mit beiläufiger Gedankenverlorenheit, die ein Nichtwissen um die Seltsamkeit ihres Verhaltens suggeriert. Eine bis ins kleinste Detail perfekt arrangierte Bildkomposition lässt das Unangebrachte des Handelns noch deutlicher hervortreten, das strenge Einhalten der kompositorischen Regeln kontrastiert mit dem Regelverstoß.
(Michael Riemann)


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