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Vita 1958 geboren in Ewersbach 1979-89 Studium in Mainz und Düsseldorf 1988 Meisterschülerin bei Prof. Crummenauer, Kunstakademie Düsseldorf 1999 Beginn der künstlerischen Mitarbeit bei Filmen von Jürgen Heiter
Die Künstlerin lebt und arbeitet in Köln
Preise und Stipendien 2008 Arbeitsstipendium DA Kunsthaus Kloster Gravenhorst, Hörstel 2007 Kunst am Bau: künstlerische Gestaltung des Freihofs der JVA Diez 2005 Stipendium Schloss Balmoral 2005 Barkenhoff- Stipendium Künstlerhäuser Worpswede 1989 Lincoln-Stipendium des Landes Rheinland-Pfalz 1986 Förderpreis der August-Müller –Stiftung
Einzelausstellungen (Auswahl ab 1999) 2009 See me 2, LVR-LandesMuseum Bonn 2009 hambre canina, Schloss Donzdorf 2008 Strandleben, Galerie Hängevoss-Duerkop, Hamburg 2008 zeit richten, Ausstellungshalle und Galerie zum Hof im Reuchlinhaus, Pforzheim 2008 See me, Ludwig Museum Koblenz 2008 Interaktive Portraits, Kunsthaus Kloster Gravenhorst, Hörstel 2007 Ideas of Identities, Artist House, Tel Aviv, Israel (mit Ulrich Langenbach) 2007 Appearance of Risk, Archion Gallery, Givat Haim, Israel (mit Ulrich Langenbach) 2007 Paseos, Galerie Bode Nürnberg/ SWR-Galerie Stuttgart 2006 Double, Galerie Blashofer, Karlsruhe 2006 Trophäen, artothek Köln 2005 Galerie Bode, Nürnberg 2005 Kunstwerk Archiv, Triennale der Fotografie, Galerie Hengevoss-Dürkop, Hamburg, (mit Nina Rhode) 2005 c.t., Fahrradhalle, Netzwerk Offenbach 2004 Zeit richten, Kunst- und Kunstgewerbeverein Pforzheim e.V. 2004 Schloss Agathenburg, Galerie Hengevoss-Dürkop, Hamburg 2003 Ehemalige Reichsabtei Aachen-Kornelimünster, Kunst aus NRW 2002 Modell : Porträt, Galerie Albstadt, Städtische Kunstsammlungen 2002 Daily Trail, Städtisches Museum Mülheim an der Ruhr 2001 Meer, Kunstverein Lingen 2000 Häute Porträts, Galerie Hengevoss Jensen, Hamburg 1999 cuti et orbi, Schloss Agathenburg, Agathenburg
Gruppenausstellungen (Auswahl) 2009 fully booked, ehemaliges Hotel Beethoven, Bonn 2009 Umfeldarbeit – Momentaufnahme Öffentlicher Raum, Deutsche Künstlerbund Projektraum, Berlin 2008 KunstKörperlich-KörperKünstlich Part 2, Menschenbilder zwischen Selbst- und Fremdwahrnehmung, Kunsthalle Dominikanerkirche Osnabrück 2008 Accrochage, Galerie Hengevoss-Dürkop, Hamburg 2008 Modelle - Materialisierung von Konzepten, Deutscher Künstlerbund Projektraum, Berlin 2008 Paar/Unpaar, Kunstverein Pforzheim 2008 Frauenbilder, Kunsthalle Lingen 2007 Art Cologne 2007 Hommage à Paula Modersohn-Becker, Landesvertretung Bremen, Berlin 2007 Worpswunder, Stiftung Kunstverein Springhornhof, Neuenkirchen 2006 Geheimnis und Öffentlichkeit, contemporary art projects Anke Blashofer, Berlin 2006 Zeichnungen, Galerie Bode 2006 Open Office, M29 Richter Brückner, Köln 2006 Jackpot, Kunstverein Ludwigshafen und Galerie im Körnerpark, Berlin 2006 Beton in Form, Kunsthaus Kaufbeuren 2006 Intimate Relation(s), Deutsches Kulturzentrum Taipei 2005 Sur le tapis, Künstlerhaus Schloß Balmoral, Bad Ems 2005 Corps en état, Galerie RX, Paris 2005 BetonKunst, Städtische Galerie Fürth 2004 kurzdavordanach, SK-Stiftung Kultur, Köln 2004 B2B and back again, Laura Mars Grp., Berlin 2003 portraits (in time), Taiwan International Visual Arts Center, Taipei 2002 Zeichnungen, Galerie Hengevoss Dürkop, Hamburg 2001 scheinbar verwandt, Rudolf-Scharpf-Galerie, Ludwigshafen 2000 Deep Distance – die Entfernung der Fotografie, Kunsthalle Basel
Kurzbeschreibung Hauptmotiv ist der Mensch und somit die Beschäftigung mit dem Portrait, wobei sie oft auch die Mitwirkung des Portraitierten wünscht und somit das Thema des Selbstportraits aufgreift. Dabei setzt sie manchmal verschiedene Fragmente zusammen und „komponiert“ ein neues Portrait, z.B. aus Fragmenten derselben Person zu verschiedenen Zeitpunkten oder von verschiedenen Personen, die eine Verwandtschaft aufweisen. Das Skizzenartige, die wiederholte Beschäftigung mit dem „Selbstportrait“ nehmen den Charakter eines Tagebuchs an, ein Tagebuch, das flüchtig auf die Haut gemalt, als Erinnerung fotografiert wird.
Essay zur Ausstellung „Transmission“ Cony Theis präsentiert eine skulpturale Installation von 24 Kissen aus Beton sowie Papierarbeiten, die Badeszenen und Wolkengebilde darstellen. Kleine Zierkissen, mit denen die Vorstellung von Gemütlichkeit und Geborgenheit assoziiert wird, sind aus Beton geformt und an die Wand gehängt. Durch die dreidimensionale Ausgestaltung täuschen sie beim ersten Hinschauen vor, dass es sich tatsächlich um Gebrauchsobjekte handelt. Ein Eindruck, der durch den seidigen Glanz der Wachsoberfläche, welche die Farben zum Leuchten bringt, verstärkt wird. Die wie in einem Kaufhaus, in Reih und Glied präsentierten Kissen sind zugleich skulpturale Installation und Bild: die einzelnen Teile verwandeln sich im Verbund mit der Wand zu farbigen Quadraten eines geometrischen Bildes, wobei die verschiedenen Kissen unterschiedliche Farbnuancen vertreten.
Die Skulpturen täuschen reelle Objekte vor, die installativ präsentiert werden, selbst jedoch zum Bild mutieren. Die Verschiebung der Sinneswahrnehmung ist ein Merkmal, das sich faktisch in jeder Arbeit von Cony Theis wiederfindet. So auch in den beiden, hier gezeigten, Bilderserien der Badeszenen und Wolkenbilder. Thematisch stehen die Bilder in der Tradition der Pleinairmalerei. Bei den Badeszenen denkt man unwillkürlich an die Strandbilder von Eugène Boudin. Es handelt sich dabei allerdings nicht um ein kunsthistorisches Zitat wie dies bei der, in Balmoral begonnenen, Goya-Serie der Fall ist. Vielmehr liegen hier Ferienerinnerungen zugrunde: schnell geknipste Urlaubsaufnahmen werden malerisch umgesetzt.
Worauf es Theis ankommt ist, die Körperhaftigkeit der Wolken und die Kraft der Wellen, beziehungsweise das sanfte Dahinplätschern des Wassers dem Papier abzuringen. Dafür verwendet sie chinesische Tusche und Ölfarbe, die das Transparentpapier durch ihre andersartige Beschaffenheit, den mehr oder minder flüssigen Farbauftrag unter Einbeziehung blanker Flächen verformen: die Bildfläche wölbt sich hier und zieht sich dort zusammen; sie nimmt Volumen an, dies umso mehr, als die Farbe bis zum Rand der Blätter reicht. Die Malerei nimmt damit skulpturale Formen an, gleichzeitig betont dies die Fragilität des Materials und im übertragenen Sinn auch der Vergänglichkeit solch unbeschwerter Lebensmomente. Danièle Perrier
Die Ausstellung „Transmission“ ist vom 28. März – 31. Dezember 2010 in der Nassauischen Sparkasse Wiesbaden zu sehen. |
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Watching Richard 1, 2008 Chinesische Tusche und Ölfarbe auf Transparentpapier
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