Die Malerin Geka Heinke befasst sich mit Vorliebe mit Mustern, die dem Repertoire der 70er Jahre entnommen sind. Hier in Ludwigshafen hat sie direkt auf die Wand eingegriffen und wandhoch Sterne gemalt, wie sie an Tannenbäumen glitzernd hängen. Die Präzision der Positionierung wirkt ist es, die den Gedanken des sich wiederholenden Musters suggeriert. Dem wirkt sie in diesem Fall entgegen, indem sie die drei Reihen unterschiedlich behandelt, die Sterne perspektivisch schlanker links als rechts erscheinen lässt und außerdem auf dem Wandvorsprung nur zwei statt drei Sterne malt, sodass der Abstand optisch vergrößert wird. Hinzu kommt die Reduktion der Farbe auf Grauwerte, die das altmodische Muster nobilitieren. Das Ornament, das normalerweise eintönig die Wand überspielt, wird hier zum gestalterischen Element und unterstreicht die Tiefenwirkung der Nische.
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