Cony Theis

In Balmoral war Cony Theis vom Reichtum der Bibliothek beeindruckt. Es entstand die Installation “Diana, Schnittmuster für ein Brautkleid”. In losen Bahnen hängen die einzelnen Teile des Schnittmusters aus Transparentpapier von der Decke herunter und bilden einen Kreis. Darauf sind unterschiedlich große Portraits von Künstlerinnen und Künstlern mit schwarzer Tusche gemalt, die aus Büchern kopiert wurden. Jede Bahn ist mindestens aus Kleid und Futter zusammengesetzt. Die Portraits sind auf allen Seiten gemalt und daher unterschiedlich wahrnehmbar.

Welche Bewandtnis hat es, dass Künstler und Künstlerinnen sich um Diana herum scharen? Diana war nicht nur die Keuschheitsgöttin, sondern auch Göttin der Fruchtbarkeit und Helferin bei der Niederkunft war. Damit gewinnt die Installation eine neue Dimension, vor allem im Hinblick darauf, dass das Künstlerhaus Schloß Balmoral in dem es entstand früher Villa Diana hieß. Die Tatsache, dass hier ein Schnittmuster dargestellt ist, zeigt, dass nur die Rohstoffe geliefert werden. Es ist eine Aufforderung, die eigene Kreativität zu nutzen, um Werke zu schaffen und sich seine eigene Kunstgeschichte zu schneidern.

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