Auch die Fotografien von Petra Warrass haben mit Rollenspiel zu tun. Sie fotografiert aus dem Blickwinkel des Reporters, der Momentaufnahmen von Handlungsabläufen ins Bild einfriert. Irritierend auf den Betrachter wirken ihre Protagonisten, weil sie dem ursprünglichen Kontext entrissen sind und in ihren Bewegungsabläufen abstrahiert werden. Dadurch wirkt das Handeln klischeehaft und rätselhaft. Durch die Kontextverschiebung in einem anderen Spielraum verwandeln sich die Darsteller zu Skulpturen. Dabei verliert die Aktion an Eindeutigkeit und Lesbarkeit und die Handlung pendelt zwischen Hilfsbereitschaft und Kameradschaft oder Feindseligkeit und Aggression. In den in Bad Ems entstandenen Arbeiten – Ted 1 und 2 - wird die Figur statisch in Szene gesetzt, als Skulptur, die zum Handlungsraum für Kuscheltiere wird, welche die Identität der Personen verschleiern.

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