Sigrid Schewior arbeitet als Malerin. Sie studierte Bildende Kunst an der Städelschule in Frankfurt und in Hamburg. Im Jahr 1996 war sie Stipendiatin im Künstlerhaus Schloss Balmoral. Seit fünf Jahren arbeitet sie unter dem Arbeitstitel „digital optimized“. Ihr Ziel ist es, die digitale und mediale Vermittlung der Farbe zu durchleuchten und ihre Realität umzuinterpretieren, so dass das Pixelstrukturgewebe aus Bausteinen einer Bildschirmauflösung unmittelbar wirkt. Den Reflexionspunkt bilden die sinnliche Präsenz der Farbe und ihre Wirkungskraft.
Mit dieser Arbeit folgt Sigrid Schewior einer Tradition von Malerei und hebt sie gleichzeitig in ein neues, digitales Zeitalter. Auf die gegen Ende des 19. Jahrhunderts aufgekommene revolutionäre Idee, der Vorgang des Sehens gliche einer Aneinanderfügung farbiger Punkte, folgte eine rege Auseinandersetzung in der Malerei. Auch wenn die Ansicht in der Forschung mittlerweile als überkommen gilt, so realisiert sich das Bild in den digitalen Medien tatsächlich in Bildpunkten, den so genannten Pixeln. Diese Strukturen will Sigrid Schewior mit ihren Bildern aus dem Zyklus „digital optimized“ aufbrechen. Sie malt Farbflächen, Farbfelder, Farbstreifen, die dann im so sprichwörtlichen Auge des Betrachters zu dynamischen, rhythmischen, flackernden Objekten werden und sich, je nach Blickwinkel, verändern. Im virtuellen Raum des Blicks verwandelt sich die Eindimensionalität der bemalten Fläche in dreidimensionale, von Blick zu Blick verschiedene Geometrien und Körper.
Einzelausstellungen seit 2004: 2004 Werke aus dem Zyklus "digital optimized"; Fotografie "Ensembles", Atelierhaus Waggonfabrik, Mainz
Gruppenausstellungen seit 2004: 2004 Basarland, Kunsthaus Wiesbaden 2004 25 Jahre Wilhelm Hack- Museum, Ludwigshafen 2005 MaiFrisch, Atelierhaus Waggonfabrik Mainz 2005 Wegen inventur geöffnet, Muritius-Galerie Wiesbaden 2006 Rendezvous chez nous, Kunstverein Germersheim
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