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Bea Emsbach (2004)

Bea Emsbach betrachtet die Zeichnung als Kern ihrer künstlerischen Arbeit, um die herum „auch Objekte und Installationen entstehen“. Sie studierte Kunst an der Hochschule für Gestaltung in Offenbach und war im Jahr 2003 Stipendiatin im Künstlerhaus Schoss Balmoral. Im Jahr 2004 wurde ihr vom Hessischen Ministerium für Wissenschaft und Kultur der Maria Sibylla Merian Preis verliehen.
Sie zeichnet mit Roter Tusche, ihre Bilder erinnern an Studienzeichnungen der Neuzeit, sie verbinden die Weltvorstellung der Renaissance mit der Bildersprache der Naturwissenschaften und des Science Fiction.
Die beiden ausgestellten Zeichnungen entstammen dem Arbeitszyklus „Fremde Frauen“. Auf einer bis in den letzten Winkel erforschten Planeten wird Bea Emsbach durch ihre Kunst zu einer Forschungsreisenden in einer unbekannten und unnahbaren Welt. An deren Bewohnerinnen ist alles fremdartig: ihre Mimik, ihre Gesten sind rätselhaft und kaum lesbar, als sprächen sie ihre eigene Sprache. Ihre Kommunikation untereinander scheint rege, und folgt doch ihren eigenen Gesetzten. Mit dem Betrachter kommunizieren sie nicht, sie mustern sie aus den Bildern heraus, wie auch sie selbst gemustert werden.
Das Fremdartige der Eindrücke sind die Brüche mit dem Gewohnten. Der natürliche urwüchsige Eindruck des ersten Blickes stößt sich an den aus zerbrochenen Ästen der Baumhütten, an den Kabeln, die Adern gleich, in Modems und Schaltstellen enden, durch die Ohren der Figuren führen oder wie Infusionsschläuche in den Schlagadern münden.
Die beiden Ringerinnen sind im Kampf vertieft wie die beiden Frauen im Spiel. Der Zweck dieses Ritus bleibt unergründbar.

Gruppenausstellungen 2005:
2005 "... Endreime, auf die jeder sich einen Vers machen kann.’’ Galerie Hengevoss- Dürkop, Hamburg
2005 Nicht mit Steinen werfen, Galerie Anita Beckers, Frankfurt a.M.,
2005 Corps en état ..., Galerie RX, Paris, F

Einzelausstellungen ab 2004:
2004 Kreatur, Ausstellung mir Vroni Schwegler, Forum im Dominikanerkloster, Frankfurt a.M.
2004 Fremde Frauen, Kurkolonnaden Bad Ems
2005 Figürliche Zeichnungen im Dialog, Rudolf- Scharpf- Galerie,
Ludwigshafen ( mit Sonja Alhäuser)

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Bea Emsbach - "Ringkampf" 2004 Tusche auf Papier (Kolbenfüllerzeichnung) 30x40 cm


Bea Emsbach - "Spiel" 2004 Tusche auf Papier (Kolbenfüllerzeichnung) 30x40 cm



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